> Severine Pastor
Nationalitaet: Frankreich
Getroffen in: Xela, Guatemala
Gemeinsam verbrachte Zeit: 40 Tage
Wie kam es dazu:
In Cuzco, PER (Maerz 05) besuchte ich zusammen mit einem peruanischen Kollegen
ein Konzert. Dazu hatte er unter anderem auch eine Franzoesin eingeladen. Es
war Severine. Erst als wir anschliessend in einer Bar ein Glas Wein trinken
gingen, wechselten wir ein paar Worte. Sie stamme aus Lyon, erzaehlte sie mir.
Da Lyon ganz in der Naehe der Schweiz liegt, tauschten wir die Mailadressen.
Spaeter wollte ich sie dann einmal per Fahrrad in Lyon besuchen gehen.
Nachdem ich in Caracas den ganzen suedamerikanischen Kontinent durchfahren hatte
und mich an die vielen unterwegs getroffenen Leute erinnerte, bemerkte ich, dass
ich die meisten der Kontakte nicht oder nur sehr sporadisch gepflegt hatte. So
rang ich mich durch, mein erstens auf Spanisch verfasstes Massenmail zu
schreiben. Dieses sendete ich auch an Severine.
Bald darauf erhielt ich von ihr eine Antwort. Sie sei in Xela, Guatemala und
habe bei der Allianza Francesa Arbeit gefunden. So lud sie mich zu sich nach
Hause ein, falls ich auf meinem Weg in Guatemala vorbei kommen wuerde.
Ziemlich genau ein Jahr nachdem wir uns das erste Mal in Cuzco gesehen hatten
und fast ein halbes Jahr, nachdem wir per Mail miteinander Kontakt aufgenommen
hatten, erreichte ich Xela.
Warum ist Severine die "Person des Monats Maerz 06" ?
Bei ihr darf ich mich fuer mehr als einen Monat niederlassen. Sie stellt mir
ein grosses Zimmer mit einem bequemen Bett zur Verfuegung. Im selben Zimmer
besitzt sie Internetanschluss, so dass ich taeglich mehrere Stunden an ihren
beiden Computer sitze und zusammen mit meinem Bruder Stefan die Internetseite
schneckentempo.ch erstelle.
Severine arbeitet als Direktorin der Allianza Francesa und organisiert ein
Master-Studiengang in „ordenamiento territorial“ an der Universiaet Landivar
in Xela. Ihre Lebensansichten teile ich nur sehr bedingt. Waehrend fuer mich eine
berufliche Karriere kein erstrebenswertes Ziel ist, arbeitet Severine
zielstrebig darauf hin. Ihre Arbeitswochen dauern sechs Tage. Bis spaet in die
Nacht bereitet sie jeweils auf ihrem Bett sitzend, den Labtop auf den Knien,
ihre Unterrichtsstunden vor.
Obwohl wir beide in einem sehr verschiedenen „Film“ leben, verstehen wir uns
sehr gut. Ich finde es aeusserst interessant zu sehen, wie zwei gleichalterige
Personen komplett verschiedene Zukunftsansichten haben und trotzdem problemlos
zusammen leben koennen. Findet Severine Zeit, fuehren wir interessante Gespraeche.